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Geschichtenerzähler

 

Albertus Fabulator

Erzähler von Märchen und Geschichten
Mitglied der Europäischen Märchengesellschaft
Mitglied im Rheinischen Märchenkreis

 

alias

Gerd Albert Langer
 
Zur Gummershardt 19
51647 Gummersbach
Tel.: 02261/61824
Fax: 02261/6393797
Mail: KHPL93@t-online.de

Gerd Albert Langer, Jahrgang 1960, lebt und arbeitet im Kinderhaus Prang-Langer in Gummersbach-Hülsenbusch, ei­ner pri­va­ten Einrichtung der freien Ju­gendhilfe. Hier werden 6 Kin­der und Ju­gendliche betreut, die aus den verschie­densten Grün­den nicht in ihren Familien verbleiben konnten.

2004 hat sich der Kinderhausvater auf den Weg zum Märchenerzähler gemacht.

Einer einjährigen berufsbegleitenden Aus­bildung zum Märchenerzähler bei Rolf-Peter Kleinen im Figurentheater-Kolleg in Bochum folgten verschiedene Semi­nare bei der Europäischen Märchen­ge­sellschaft, deren Mitglied er seit 2005 ist.

Seit Anfang des Jahres 2007 erzählt Albertus Fabu­lator, wie Gerd A. Langer auch genannt wird, regelmäßig bei Veran­staltungen des Rheini­schen Märchenkrei­ses  (www.rheinischer-maerchenkreis.de) und anderswo.

Motto seines Erzählens ist ein Ge­dicht von Victor Blüthgen (1844-1920):

Leg´s dem Leben nicht zur Last,

dünkt sein Werk dich Plunder:

Wenn du Märchenaugen hast,

ist die Welt voll Wunder.

 

Albertus Fabulator

erzählt frei aber textgetreu:

Märchen aus aller Welt
Geschichten
Schwänke
manchmal mit Musik
für Menschen jeden Alters
in
Schulen
Kindergärten
Cafés
Bibliotheken
Kirchengemeinden
Einrichtungen der Erwachsenenbildung
und
zu festlichen Gelegenheiten

 

Nächstes öffentliches Erzählen:   

24.09.2016, 16:30 Uhr, Roswita Harms, Maria Jansen und Gerd Langer erzählen von Elfen, Dämonen, Hexen und gruseligen Begebenheiten; Aggertalhöhle Ründeroth, Im Krümmel 39, 51766 Engelskirchen

Freitag, 07.10.2016, 19:30
Hexentanz und Grabgeflüster

Stadtbibliothek Forum
Kölner Straße 2
53840 Troisdorf

 
Samstag, 05.11.2016, 19:00
Hexentanz und Grabgeflüster
Jubilate-Forum
Auf dem Korb 21
51789 Lindlar
 

Erzählabend mit dem Rheinischen Märchenkreis

Freitag, 09.12.2016, 20:00

Logo THEAS_e.V

 

Jakobstraße 103

51465 Bergisch Gladbach


Der goldene Schlüssel

Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, mußte ein armer Junge hi­naus­gehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zu­sammengesucht und auf­geladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bißchen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Nun glaubte er, wo der Schlüs­sel wäre, müßte auch das Schloß dazu sein, grub in der Erde und fand ein eiser­nes Kästchen. Wenn der Schlüssel nur paßt! dachte er, es sind ge­wiß kostbare Sa­chen in dem Käst­chen. Er suchte, aber es war kein Schlüs­selloch da, endlich ent­deckte er eins, aber so klein, daß man es kaum sehen konnte. Er pro­bierte, und der Schlüssel paßte glücklich. Da drehte er einmal herum, und nun müs­sen wir war­ten, bis er vollends aufge­schlossen, und den Deckel aufge­macht hat, dann werden wir erfahren, was für wun­derbare Sachen in dem Kästchen lagen.

Aus Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm (Aufl. letzter Hand von 1857).

Die in dieser Schrift abgedruckten Illustra­tionen zu den Kinder- und Haus­märchen der Brüder Grimm stammen von Otto Ubbelohde (1867–1922).

 

Zitate:

Kindern erzählt man Geschichten zum Einschlafen - Erwachsenen, damit sie aufwachen. (Jorge Bucay)

Stellen Sie sich vor, es gäbe ein Zaubermittel, das ihr Kind stillsitzen und aufmerksam zuhören lässt, das gleichzeitig seine Fantasie beflügelt und seinen Sprachschatz erweitert, das es darüber hinaus auch noch befähigt, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und deren Gefühle zu teilen, das gleichzeitig auch noch sein Vertrauen stärkt und es mit Mut und Zuversicht in die Zukunft schauen lässt. Dieses Superdoping für Kindergehirne gibt es.Es kostet nichts, im Gegenteil, wer es seinen Kindern schenkt, bekommt dafür sogar noch etwas zurück: Nähe, Vertrauen und ein Strahlen in den Augen des Kindes. Dieses unbezahlbare Zaubermittel sind die Märchen, die wir unseren Kindern erzählen oder vorlesen. Märchenstunden sind die höchste Form des Unterrichtens. (Prof.Dr.Gerald Hüther, Professor für Neurobiologe)

Märchen bestehen eben nicht primär aus Texten. Erst die vielseitige Umsetzung eines Sinnzusammenhanges durch das Zusammenspiel von stimmlichen, mimischen und gestischen Ausdrucksmitteln und deren Einbettung in die jeweilige Situation ergeben jene Faszination, die beim Lesen kaum erlebt werden kann. (Felix Karlinger)

Ein Märchen hat seine Wahrheit und muß sie haben, sonst wäre es kein Märchen. (Johann Wolfgang von Goethe)

Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten! (Friedrich Wilhelm Nietzsche)

Alle Märchen sind nur Träume von jener heimatlichen Welt, die überall und nirgends ist. (Novalis)

Tiefere Bedeutung liegt in den Märchen meiner Kinderjahre als in der Wahrheit, die das Leben lehrt. (Johann Christoph Friedrich von Schiller)

Keine andere Dichtung versteht dem menschlichen Herzen so feine Dinge zu sagen wie das Märchen. (Johann Gottfried von Herder)

Märchen entspannen und heilen mit Worten. Sie können ein Schlüssel zu verborgenen Seelenbildern sein. Man wird wieder aus Himmel und Sternen Bilder machen und die Spinnweben alter Märchen auf offene Wunden legen. (Christian Morgenstern)

Ein Kind, dem nie Märchen erzählt worden sind, wird ein Stück Feld in seinem Gemüt vorfinden, das in späteren Jahren nicht mehr angebaut werden kann. (Johann Gottfried Herder)

Was uns ein Märchen sagt, passt in eine Nussschale, gleichzeitig sind selbst die sieben Universen nicht groß genug, um es zu fassen. (Türkisches Sprichwort)

Jedes echte Märchen ist Psychotherapie in einer Nussschale. (Annemarie Geiger)

Märchen sind mehr als wahr. Nicht, weil sie uns sagen, dass es Drachen gibt. Sondern weil sie uns sagen, dass Drachen besiegt werden können. (G. K. Chesterton)

Märchen sind nicht zum Lesen da, Märchen müssen erzählt werden - dann werden sie lebendig. (Otto Vogel)

Erst das Erzählen gibt dem Märchen seine Seele. Gedruckt liegen Märchen nur in einem Grab, durch das Lesen holen wir sie in unsere Vorstellung herauf, durch das Erzählen werden sie lebendig. (Rudolf Geiger)

Der Erzähler schreibt mit der Zunge, und die Luft ist sein Papier. (Ben Haggarty)

Denn unsterblich in Tönen lebt fort, was ein  Mund kunstvoll erzählt hat. (Pindar, Isthmische Ode)

Wie soll man eine Geschichte erzählen? "Man bat einen Rabbi, dessen Großvater ein Schüler des Baalschem (das ist der als heilig verehrte Gründer der chassidischen Bewegung im 18.Jhdt.) gewesen war, eine Geschichte zu erzählen. 'Eine Geschichte', sagte er, 'soll man so erzählen, daß sie selbst Hilfe sei.' Und er erzählte: 'Mein Großvater war lahm. Einmal bat man ihn, eine Geschichte von seinem Lehrer zu erzählen. Da erzählte er, wie der heilige Baalschem beim Beten zu hüpfen und zu tanzen pflegte. Mein Großvater stand und erzählte, und die Erzählung riß ihn so hin, daß er hüpfend und tanzend zeigen mußte, wie der Meister es gemacht hatte. Von der Stunde an war er geheilt. So soll man Geschichten erzählen.'" (Martin Buber "Erzählungen der Chassidim")

Some day you will be old enough to start reading fairy tales again. (C.S. Lewis "The Lion, the Witch and the Wardrobe")

Von den dichterischen Kunstwerken, die uns Führer waren zu den Erkenntnissen der Individualpsychologie, ragen als Gipfel hervor: Märchen, die Bibel, Shakespeare und Goethe. (Alfred Adler)

Wenn du wirklich etwas willst, werden alle Märchen wahr. (Theodor Herzl)

Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst. (Hans Christian Andersen)

Das Leben eines jeden Menschen ist ein von Gotteshand geschriebenes Märchen. (Hans Christian Andersen)

Wie jammervoll und nüchtern erscheint mir eine Kinderstube, aus der das Märchen verbannt ist. (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

Das Märchen hat denselben pädagogischen Wert wie das Spiel. Es bringt mit seinem außergewöhnlichen und Wunderbaren der kindlichen Einbildungskraft eine ganz neue, bisher unbekannte Welt, die durch einen poetischen Zauber verklärt ist. (H. Kietz)

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind Schlüssel aller Kreaturen
Wenn die, so singen oder küssen,
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt ins freye Leben
Und in die Welt wird zurück begeben,
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu ächter Klarheit werden gatten,
Und man in Mährchen und Gedichten
Erkennt die wahren Weltgeschichten,
Dann fliegt vor Einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort. (Novalis)

 

Pressestimmen:

 

OVZ vom 28. Mai 2016

Auffrischungskurs in Sachen Liebe

Roswita Harms und Gerd Albert Langer spürten der Erotik in Märchen und Literatur nach

VON KATJA POHL

HÜLSENBUSCH. Die Liebe hat viele Facetten. Ein verliebter Mensch macht die erstaunlichsten Dinge, bringt gerne große Opfer und freut sich über das kleinste Lächeln des Angebeteten.

Was alles so aus Liebe auf der Welt passiert — auch in vergangenen Zeiten — wissen die Geschichtenerzähler Roswita Harms und Gerd Albert Langer alias Albertus Fabulator sehr genau. Ihr Geschichtenabend zum Thema »Liebe und Erotik in Märchen und Literatur“ in der Hülsenbuscher Gaststätte Jäger machte den vielen Gästen sichtlich Vergnügen.

Gerd Langer ist selber Hülsenbuscher, hat Anteile an der Genossenschaftskneipe Jäger und fand es naheliegend, mal einen Erzählabend zu veranstalten: als Auffrischungskurs in Sachen Liebe. Dass das Publikum bunt gemischt war, freute ihn besonders. Normalerweise gehören zu meinen eifrigsten Zuhörern alte Damen“, erklärte er lächelnd.

Langer erzählt seit 2004 Märchen, wenig später machte er sich gemeinsam mit Roswita Harms auf den Weg in die übrige Literatur, gestaltet seitdem mit der Neunkirchenerin Themenabende. Ihre Liebesgeschichten spielen auch in exotischen Gefilden bis hin nach China, reichen von Rapunzel bis zu Ephraim Kishon. Frei erzählen, dabei aber doch sprachlich nah an der literarischen Vorlage zu bleiben, ist den beiden Erzählern wichtig.

Und so wirkte das Märchen Rapunzel, vorgetragen von Albertus Fabulator, herrlich altmodisch, während Roswitha Harms mit dem Autor Siegfried Lenz nach Masuren blickte und auch hier den richtigen derb-liebevollen Tonfall fand. Das unbeholfene Brautwerben des Holzfällers um seine Katinka rührte sehr.

Allzu schnell war die Reise durch die Liebesgeschichten vorbei. Doch Gerd Langer könnte sich durchaus einen weiteren Geschichtenabend zu einem anderen Thema in der Gaststätte Jäger vorstellen. Dem Beifall nach zu urteilen, wäre auch das Publikum nicht abgeneigt.

 

Oberberg - 17.10.2012

Märchenerzähler

Dornröschen unzensiert

 

Von Arnd Gaudich

Die Kurzgeschichte vom goldenen Schlüssel gehört zu Gerd Albert Langers Lieblingsmärchen. Langer wandelt auf den Spuren der berühmten Märchensammler Jacob und Wilhelm Grimm.
Die Kurzgeschichte vom goldenen Schlüssel gehört zu Gerd Albert Langers Lieblingsmärchen, setzten es die Gebrüder Grimm doch stets an den Schluss ihrer Bände. Langer wandelt auf den Spuren der berühmten Märchensammler Jacob und Wilhelm Grimm. 200 Jahre nachdem sie erstmals ihre „Kinder- und Hausmärchen“ herausgaben, zieht auch der Hülsenbuscher mit Märchen durch die Lande – und als „Albertus Fabulator“ Zuhörer in Kindergärten, Schulen und auf Festen in seinen Bann.
Denn was andere Väter nur improvisieren, hat Langer gelernt. Im Jahr 2004 machte er sich auf den Weg zum professionellen Märchenmann. Im Figurentheater-Kolleg in Bochum lernte der heute 52-Jährige an sieben Wochenenden die Techniken des Erzählens: Seine Stimme wurde trainiert, an den Betonungen gefeilt und sein Gefühl für den Takt und kunstvolle Pausen sensibilisiert. Zudem gab’s Lehrstunden in Märchenhistorie. Seitdem belegte Langer weitere Seminare bei der Europäischen Märchengesellschaft. Heute ist er zudem Mitglied des Rheinischen Märchenkreises, eines Zusammenschlusses von Gleichgesinnten.
Wer reinen Herzens ist, wird Hilfe bekommen
Im Hauptberuf betreibt Langer sein eigenes Kinderhaus in Gummersbach-Hülsenbusch, eine private Einrichtung der freien Jugendhilfe. Sechs Kindern und Jugendlichen gibt er ein Zuhause. „Wenn ich ein neues Märchen auswendig gelernt habe, teste ich meine Erzählung zuerst vor meinen Kindern.“ Davon profitiert nicht nur Langer, auch den jungen Zuhörern gefällt’s. „Märchen haben immer eine therapeutische Wirkung, helfen sie doch Kindern, Angst zu überwinden“, erklärt er – und zitiert den englischen Autor Gilbert Keith Chesterton: „Märchen sind mehr als wahr. Nicht, weil sie uns sagen, dass es Drachen gibt. Sondern weil sie uns sagen, dass Drachen besiegt werden können.“ Und: Anders als ein Spielfilm lässt das Märchen Kinder nicht mit Furcht alleine, weil der Erzähler sie durch die Geschichte begleitet.
Langer schätzt die Wahrheit, die im Märchen liegt: „Die Botschaft ist immer: Wer reinen Herzens an eine Sache herangeht, der wird auch die verdiente Hilfe erhalten.“ Da geht es Aschenbrödel und Schneewittchen nicht anders als heutigen Mädchen.
Mehr als 50 Märchen hat Langer bislang auswendig gelernt. Er erzählt sie frei, aber textgetreu. Je nach Länge der Geschichte kann es zwischen ein paar Tagen und vier Wochen dauern, bis er sie perfekt akzentuiert vortragen kann. Seine besondere Leidenschaft gilt den ursprünglichen Fassungen, wie sie die Gebrüder Grimm im Jahr 1812 vorstellten. „Denn die lesen sich bisweilen ganz anders.“ So heißt es, dass Rapunzel „lustig und in Freuden“ mit dem Königssohn lebte, bis ihre Kleider nicht mehr passten. „Diesen Hinweis auf Sex und Schwangerschaft strichen die Grimms später.“ Auch Dornröschen wurde in einer späteren Fassung nur noch „wachgeküsst“ – unschuldig und jugendfrei.
Fünf Regalmeter hat Langer mit Märchenbüchern gefüllt. Sein eigenes Märchen – das vom Erzähler, der mit dem Drachen kämpft – wurde bislang nicht veröffentlicht. Vielleicht wird es das einmal . . .
Copyright © 2015 Kölner Stadtanzeiger

 

 

 

 

 

 


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